Naturtalente

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Einen grossen und wichtigen Anteil bei Einrichtungstextilien haben Naturmaterialien. Am häufigsten verwendet werden Baumwolle, Leinen, Wolle und Seidengarne. Etwas weniger verwendete Materialien sind Sisal, Kokos, Ramie sowie weitere Materialien. Wir unterscheiden dabei die Pflanzlichen Fasern welche aus Cellulose bestehen sowie tierische Fasern wie Wolle und Seide. 

 

Leinen

Leinen wird aus der Flachfaser gewonnen und ist geradezu eine perfekte Faser für den Einrichtungsbereich. Die Vorzüge der Flachsfaser ist ihre Fähigkeit bis zu 35% Luftfeuchtigkeit aufzunehmen sowie ein kleiner Lufteinschluss innerhalb der Faser. Diese Gegebenheiten ermöglichen einen sanften und natürlichen Klimaausgleich im Raum mit integrierter Luftreinigung. Die Leinefaser ist antibakteriell und Keimhemmend, wärmend und kühlend zugleich. Leinen ist mit diesen Eigenschaften optimal für Schlafräume geeignet.

Leinenstoffe sind äusserst Reissfest, sie haben einen natürlichen Knitterlook und lassen ihre jeweilige Farbe schön und ruhig zur Geltung kommen. Sei es im Naturton ecruweiss oder in den leinentypischen Pastellfarben. Leinenstoffe fallen sehr schön dafür sind sie aber nicht unbedingt Längenstabil, so können Leinenvorhänge je nach Luftfeuchtigkeit und Umgebungstemperatur in der Länge um bis zu 2% länger oder kürzer sein. Deswegen machen wir Lienen oft am Boden leicht touchierend. Diese wilden Eigenschaften machen eben auch den Charme dieses Naturproduktes aus.

Baumwolle

Baumwollstoffe kommen bei den Einrichtungstextilien ebenfalls häufig zum Einsatz. Als Möbelstoffe sind sie zwar schön aber bei häufigem Gebrauch nicht ausgesprochen langlebig da die Faser offenporig ist und somit auch schmutzanfällig. Zwar kann man Baumwolle gut waschen, jedoch sind Polsterbezüge oft am Möbel festgemacht und nicht abnehmbar. 

Bei Vorhangstoffen hat Baumwolle aber grosse Vorteile, sie sind gut zu Pflegen und kann wie die Leine sehr heiss gewaschen werden. Baumwolle ist wie Leine auch Klimaausgleichend. Baumwolle hat auch optisch viele guten Seiten, so geben Sie ihre jeweilige Farbe oder Musterung schön und matt wieder, als fertiger Vorhang fällt dieser Stoff sehr geschmeidig und weich.

Wolle und Seide

Manchmal werden Wollfasern zu Vorhangstoffen verwoben, diese sind eigentlich immer sehr schön und dicht. Es ergeben sich eher schwere und feste Stoffe daraus wie zum Beispiel den gut bekannten schweren Vorhang bei Restauranteingängen. Nebst dieser wohl schwersten Form von Textil sind Wollstoffe aber eher geschmeidig und mittelschwer.

Seidenstoffe hingegen sind luftig leicht und fein, Farben kommen mit dem typischen Seidenglanz zur Geltung, so kann ein schöner goldener Seidenstoff wie ein Goldgewebe wirken, oder ein weisser Seidenstoff himmlisch erstrahlen. Diese kleinen Übertreibungen sollen aufzeigen wie Farben bei diesem schönen Material wirken können. Seide wird in der Regel Rückseitig mit einem Futterstoff versehen, weil die Seide UV Strahlen gar nicht mag und ohne Fütterung nach wenigen Jahren brechen würde. Mit der Fütterung ist dies aber aufgehoben und die Seide kann viele Jahre Freud machen.

20° / 30° / 40° / 60° - Pflegetipps

Umgang mit Naturstoffen. Die pflanzlichen Stoffe können alle in der Maschine gewaschen werden, dies bei 60°, wenn es die Färbung erlaubt. Beim ersten mal waschen gehen pflanzliche Naturstoffe Stoffe um 3 – 10% ein. Weshalb wir Naturmaterialien immer vorwaschen, so sind sie nach der Verarbeitung als Vorhang formstabil und gehen praktisch nicht mehr ein. Baumwolle, Leinen und Co. müssen nach dem Waschen gebügelt werden.

Wolle kann oft bei 30° im Schonwaschgang gewaschen werden. Seide sollte nicht gewaschen werden und zum Reinigungsspezialisten gebracht werden. Seide und Wolle kann aber auch mit der Polsterdüse vom Staubsauger ganz vorsichtig abgesaugt werden. Hierfür sollte der Staubsauger auf die unterste Stufe gestellt werden und die Polsterdüse wissentlich sauber sein.

Die Brennprobe Wenn Sie wissen wollen aus was für einem Material ein Textil ist empfiehlt sich die Brennprobe und die geht folgendermassen. 1. Entnehmen Sie dem Gewebe ein Faserprobe – 2. Legen Sie es in ein feuerfestes Behältnis und zünden Sie die Faserprobe an. – 3. Die Riechprobe: riecht es nach verbranntem Papier haben Sie eine Pflanzliche Faser vor sich, riecht es nach verbranntem Haar haben Sie eine tierische Faser vor sich, riecht es nach Chemie und bildet sich ein harter Tropfen haben Sie eine Synthetische Faser vor sich.